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Rhein-Sieg-Kreis

Gut aufgestellt für die Gefahrstoff-Analyse – Zwei neue Messtechnik-Gerätewagen im Einsatz

Rhein-Sieg-Kreis (ke) – Bei Einsätzen mit gefährlichen Stoffen und Gütern sind die „Gerätewagen Messtechnik“ ein wesentlicher Bestandteil der Gefahrenabwehr. Denn schwarze Rauchgaswolken und ausgetretene Gefahrstoffe müssen auf mögliche Gesundheitsgefährdungen analysiert werden. Da die beiden bislang im Kreisgebiet eingesetzten Fahrzeuge mit Baujahr 1986 alters- und technikbedingt ausgedient hatten, hat der Rhein-Sieg-Kreis in zwei neue Gerätewagen investiert.

Landrat Sebastian Schuster übergab die beiden Messtechnik-Fahrzeuge jetzt an die Feuerwehren Bornheim und Siegburg.

„Die Messung von Gefahrstoffen ist ein essentieller Baustein der Gefahrenabwehr. Daher freue ich mich sehr, dass wir jetzt mit den neuen, topmodernen Gerätewagen im Bereich Gefahrstoff-Analyse hervorragend und zukunftsfähig aufgestellt sind“, sagte Landrat Sebastian Schuster und ergänzte: „Ich danke den Feuerwehren Bornheim und Siegburg, die mit ihren Messgruppen seit über 30 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Gefahrenabwehr leisten, ganz herzlich. Mein Dank gilt aber auch allen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern, die sich Tag für Tag für unsere Gesellschaft engagieren!“

Wolfgang Henseler, Bürgermeister der Stadt Bornheim, und Franz Huhn, Bürgermeister der Stadt Siegburg, die die Schlüssel der fabrikneuen Gerätewagen stellvertretend für ihre Feuerwehren in Empfang nahmen, bedankten sich herzlich für das neue „Arbeitsmaterial“.

280.000 Euro hat der Rhein-Sieg-Kreis insgesamt für die Anschaffung der beiden jeweils 4,6 Tonnen schweren Mercedes-Benz-Sprinter in die Hand genommen. Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg, der das Einsatzkonzept „Gefahrstoffmessung“ im Detail vorstellte, betonte: „Heute ist ein guter Tag für die Feuerwehren, aber auch für die Bevölkerung im Rhein-Sieg-Kreis. Mit den neuen Gerätewagen können wir mögliche Gefahren noch besser identifizieren und entsprechend agieren.“

Die Vielfalt der integrierten Messgeräte ermöglicht die qualifizierte Analyse von Gefahrstoffen; über die Bestimmung der jeweiligen Konzentration lassen sich mögliche Gesundheitsgefährdungen für die Bevölkerung bewerten. Neben den Messtechnik-Gruppen der Feuerwehren Bornheim und Siegburg, die die Fahrzeuge traditionell besetzen, sorgen fünf weitere Messgruppen im Gefahrenfall für ausreichende „personelle Ressourcen“. So wird bei größeren Einsätzen eine flächendeckende Umsetzung des Messkonzeptes garantiert.

Thomas Kaltheier von der Messgruppe der Freiwilligen Feuerwehr Bornheim stellte die technischen Details der Fahrzeuge vor: Mehrgasmessgeräte und ein Photoionisations-Detektor (PID) erkennen Gefahrstoffe und ermitteln Stoffkonzentrationen. Der PID, wie er von Fachleuten genannt wird, kann bis zu 450 Gase in der Luft nachweisen. Außerdem sind Geräte zur Messung von Gamma- und Röntgenstrahlen sowie Beta-Kontaminationen integriert. Damit auch im Gefahrenbereich Messungen erfolgen können, haben die Gerätewagen auch Schutzkleidung für die Besatzung mit „an Bord“. Neben der umfangreichen Messtechnik bietet ein integrierter Arbeitsplatz die Möglichkeit zur Gefahrstoff-Recherche.

20.06.2018/290

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